Literarische Erkundungen in der Großen Kunstschau
Schreiben im Museum ist ein Workshop für Menschen, die sich dem Schreiben auf eine offene, suchende und zugleich sinnlich-konkrete Weise nähern möchten. Ausgangspunkt ist der gemeinsame Besuch der jeweils aktuellen Ausstellung im Museum Große Kunstschau in Worpswede: Räume, Werke, Stimmungen, Details – all das wird zum Material.
Im direkten Kontakt mit Kunst entsteht ein Resonanzraum. Ein Bild, eine Skulptur, eine Irritation oder auch nur ein flüchtiger Eindruck kann zum Impuls werden. Die Teilnehmenden sind eingeladen, diesen Impulsen zu folgen und sie in Sprache zu übersetzen – ohne Vorgaben, ohne Erwartungsdruck. Möglich ist alles: die genaue Beschreibung eines Werkes ebenso wie freie Assoziationen, Gedichte, kurze Prosatexte oder fragmentarische Notizen.
Der Workshop versteht sich nicht als klassischer Schreibkurs mit festen Regeln, sondern als angeleiteter Erfahrungsraum. Wahrnehmung und Ausdruck stehen im Mittelpunkt. Es geht darum, einen eigenen Zugang zu finden – zur Kunst, zur Sprache und letztlich auch zu sich selbst.
Begleitet wird der Workshop von der Autorin Janine Lancker, die Impulse setzt, Schreibanregungen gibt und den Prozess begleitet. Dabei bleibt genügend Raum für individuelles Arbeiten, Austausch und Reflexion. Ziel ist es nicht, „fertige“ Texte zu produzieren, sondern das Schreiben als lebendigen, offenen Prozess zu erleben.
Die in den jeweiligen Workshops entstandenen Texte können von uns gesammelt und später für eine Publikation kuratiert und (mit ISBN) veröffentlicht werden. Dies kann auch für Studierende und angehende oder bereits aktive Autor:innen interessant sein.
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TERMINE:
16.08.26 | 13.09.26 | 01.11.26
jeweils 11:00 bis 15:00 Uhr
Große Kunstschau Worswede
Lindenallee 5, 27726 Worpswede
Eine öffentliche Lesung findet statt
am 13.12.26 von 11:00 bis 13:00 Uhr
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Organisiert wird die Reihe „Schreiben im Museum“ von kukuwi, dem Förderverein der Großen Kunstschau.
Teilnahmegebühr: 50 Euro, kukuwi-Mitglieder 35 Euro,
Studierende, Schüler:innen, Auszubildende 20 Euro
Anmeldungen bitte hier an:
Kathrin Klug
Bereits in den letzten beiden Jahren 2021 und 2022 haben wir Schreibworkshops mit Angelika Sinn angeboten und in diesem Jahr setzen wir unsere Reihe "Schreiben im Museum" mit der vielseitigen Bremer Autorin Janine Lancker fort.
Lassen Sie sich gemeinsam von den Werken der jeweils aktuellen Ausstellung in der Großen Kunstschau inspirieren. Zunächst sammeln Sie Eindrücke und Ideen, skizzieren und beschreiben diese, lassen dann ihrer Fantasie freien Lauf, alle Gedanken können weitergesponnen werden – alles ist erlaubt und Janine Lancker steht Ihnen zur Seite. So entstehen Geschichten, Gedichte, Miniaturen, Dialoge oder experimentelle Texte, die anschließend in der Runde vorgestellt werden.
Ob Anfänger:in oder Schreiberfahren: alle werden Ihre Freude am Schreiben im Museum haben.
Janine Lancker
Foto:© Laura Müller-Hennig
Janine Lancker wurde 1979 in Bremen geboren, wo sie auch lebt und arbeitet. Anfang 2008 schloss sie ihr Studium der Kulturwissenschaft und Germanistik mit einer Arbeit über Markenartikel. Die Fetischisierung des Dinglichen ab. Im September 2009 erschien ihr Debut unter dem Titel Weiße Frucht im Verlagshaus J. Frank, Berlin.
Die Bremer Autorin Janine Lancker wird durch den Workshop leiten. Foto: CARMEN JASPERSEN
zum Presseartikel im Weser Kurier
Das Sehende kurz und knapp beschreiben, eine emotionale Bindung mit einem Werk aufbauen oder sich einfach von dem Stift in der eigenen Hand leiten lassen – die Herangehensweisen der einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Schreibworkshops in einem Museum können stets unterschiedlich sein. „Man bekommt plötzlich einen anderen Blick auf einzelne Werke oder Ausstellungen, wenn man sich länger damit beschäftigt“, sagt Janine Lancker. Die Bremer Autorin muss es wissen, schließlich hat sie in den vergangenen 14 Jahren reichlich Erfahrungen in Schreibworkshops gesammelt. Diese Erfahrung möchte sie nun am Sonntag, 22. Januar, von 11 bis 16 Uhr unter dem Titel „Schreiben im Museum“ in der Großen Kunstschau, Lindenallee 3, an Interessierte weitergeben.
Dass die Große Kunstschau zum Schauplatz eines Schreibworkshops wird, ist alles andere als neu. Bereits in den vergangenen Jahren organisierte die Worpsweder Gesellschaft für Kunst, Kultur und Wissenschaft (Kukuwi) immer wieder Workshops in dem vom Künstler Bernhard Hoetger gebauten Ensemble. Während in der Vergangenheit Angelika Sinn durch die Workshops leitete, gibt nun Janine Lancker ihr Debüt. „Wir kennen uns gut und ich bin froh, dass ich Janine für den anstehenden Workshop gewinnen konnte“, sagt Kathrin Klug, 2. Vorsitzende des Kukuwi.
Paula-Modersohn-Becker-Preis im Fokus
Geht es nach Janine Lancker, können sich die Teilnehmer auf eine aufregende und vertrauensvolle Reise durch die aktuelle Ausstellung in der Großen Kunstschau freuen. Im Fokus sollen dabei die Werke zum Paula-Modersohn-Becker-Kunstpreis stehen, die aktuell in den Räumlichkeiten ausgestellt sind. „Es werden verschiedene Übungen anstehen. Unter anderem werden die teilnehmenden Schreiber bestimmten Fragestellungen nachgehen und versuchen, ihre Gedanken zu einem Kunstwerk innerhalb von 20 bis 30 Minuten auf Papier zu bringen“, so Lancker und ergänzt: „In den Übungen gibt es kein richtig oder falsch. Mir ist wichtig, dass sich die Teilnehmer weiterentwickeln. Deshalb werden wir die fertigen Texte am Ende intensiv besprechen.“
Die Kosten belaufen sich pro Teilnehmer auf 50 Euro, Mitglieder bei Kukuwi zahlen 35 Euro. Der Kurs ist auf acht Teilnehmer begrenzt. Anmeldungen nimmt Kathrin Klug per E-Mail an kathrin.klug@aol.de entgegen.